Marc Pfertzel
  Fünf Fragen am Mittelkreis: Marc Pfertzel
 
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25.07.2008

Fünf Fragen am Mittelkreis: Marc Pfertzel

Dort wo das Spiel beginnt, fragen wir unsere Spieler ein sprichwörtliches Loch in den Bauch. Fünf Fragen nach Persönlichem oder Sportlichem. Der Reihe nach hoffen wir auf gute Fragen und noch bessere Antworten, um bis zum Saisonstart ein buntes Bild unseres Kaders zu bekommen. Der Mann, um den es heute geht, ist "Mr. Überall" mit charmantem Zungenschlag: Marc Pfertzel!

Hallo Marc! Dein erstes Jahr Bundesliga liegt hinter dir. Wie lautet dein Fazit?
Was bedeutet Fazit?

Eine Bilanz oder ein Resümee. Hast du alles erreicht, was du wolltest?
Die ersten sechs Monate brauchte ich ein bisschen Zeit, um zu adaptieren… Sagt man das so: adaptieren?

Ja, das wird verstanden. Man kann es auch „anpassen“ nennen.
Okay, wieder was gelernt. Also: Die ersten sechs Monate waren schwer, weil der deutsche Fußball anders ist als der italienische. Außerdem habe ich nicht sofort auf meiner bevorzugten Position gespielt, sondern wurde defensiv quasi überall eingesetzt. Das ist auch nicht schlecht, zeigt es doch, dass du vielseitig verwendbar bist. Aber es ist schon besser, wenn du auf der ursprünglichen Position eingesetzt wirst. Im zweiten Halbjahr war ich total zufrieden und hatte jede Menge Spaß bei der Arbeit. Wir haben gute Spiele gezeigt und viele Punkte eingefahren. Eine aus meiner Sicht super Saison.

Was ist in der Bundesliga anders als in der Serie A?
Oh, in der Bundesliga geht es wesentlich intensiver zur Sache. Es wird direkter gespielt, anders als im calcio, der eher taktisch geprägt ist und dadurch ruhiger verläuft. Der deutsche Fußball ist wesentlich schneller und du musst mehr laufen. Dazu kommen die vielen Zweikämpfe. Beide Fußballarten machen Spaß. Im Grunde genommen reduziert sich aber alles aufs Gewinnen oder Verlieren, denn wenn du verlierst, wird alles schwerer.

Das Wort „Spaß“ scheint bei dir einen zentralen Platz einzunehmen. Du bist eher der lockere Typ, der das Leben genießt?
Ja, für mich ist das normal. Das Leben ist schön! Warum sollte ich also nicht zufrieden sein und mit einem Lächeln durchs Leben gehen? Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht, besser geht´s nicht. Meine Eltern und mein Bruder arbeiten hart für ihren Lebensunterhalt, insofern bin ich was das angeht nicht ganz aus der Welt. Auch ich musste hart arbeiten, um dahin zu kommen, wo ich jetzt bin. Schließlich wird nicht jeder Fußballspieler automatisch Profi. Talent und Glück sind die anderen zwei Faktoren, die entscheidend sind.

Verfolgst du noch das Schicksal deines ehemaligen Clubs Livorno?
Ich finde es schade, dass der AS in die Serie B absteigen musste. Außerdem steht der Club unter Manipulationsverdacht, es soll letzte Saison Absprachen gegeben haben. Mehr weiß ich darüber aber auch nicht. Generell verbinde ich mit meiner Zeit in Livorno nur angenehme Erinnerungen. Wir haben den UEFA-Cup erreicht, ich habe gegen Juventus, Inter und den AC Milan gespielt. Ich hoffe, dass der Verein so schnell wie möglich die Rückkehr in die Serie A schafft.

Deine Aussprache ist typisch französisch. Du redest auf Deutsch tatsächlich so, wie man sich das hierzulande vorstellt, zum Beispiel ohne Betonung des „H“ am Wortanfang. Findet dieser charmante Akzent in Deutschland Anklang?
Puh, Deutsch ist sehr schwer… Aber ich bemühe mich und habe schon eine Menge im ersten Jahr gelernt. Ich bin froh, dass ich eine weitere Sprache in mein Repertoire aufnehmen konnte. Aber gegen meinen Akzent bin ich machtlos! (lacht) Wenn ich einkaufen oder sonst wo unterwegs bin, amüsieren sich die Leute über meine Ausdrucksweise. Okay, das eine oder andere Mal hat mir meine Aussprache sogar geholfen… (lacht lauter)

(Quelle: VfL Bochum.de)





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